„Loving Reaper: Hiraeth – Und wir bleiben zurück“. Die Fortsetzung von Jenny Jinyas traurig-schöner Graphic Novel.

Jenny Jinyas Comics-Debüt "Loving Reaper" war eine der Top-Graphic-Novels des letzten Jahres. Nun folgt Band 2 – eine weitere Explosion der Emotionen.
Jenny Jinyas Comics-Debüt "Loving Reaper" war eine der Top-Graphic-Novels des letzten Jahres. Nun folgt Band 2 – eine weitere Explosion der Emotionen.

Jenny Jinya gehört zu den Comic-Phänomenen, die durch das Internet zu internationaler Bekanntheit gekommen sind. Die Leipziger Künstlerin hat in den Sozialen Medien eine enorme Followerschaft (auf Instagram aktuell 763.000), die sie mit ihren traurig-schönen und nachdenklich stimmenden Comics über das Verhältnis von Menschen und Tieren begeistert. Über ihre Internetbekanntheit wurde sie auch zur Teilnahme am Umweltschutz-Comic-Projekt Der wichtigste Comic der Welt eingeladen, das 2024 in Leipzig Premiere feierte und große mediale Aufmerksamkeit erregte. Jenny steuerte gleich zwei Beiträge zu der Anthologie bei und der Panini Verlag, der Der wichtigste Comic der Welt in Deutschland an den Start brachte, war vom Schaffen der Zeichnerin und Autorin so beeindruckt, dass eine Zusammenarbeit entstand. 2025 erschien dann Jenny Jinyas erstes Buch bei Panini Comics: Loving Reaper: Die Seelen, die uns brauchten avancierte zu einem der Graphic-Novel-Topseller des Jahres. Nun erscheint Band 2 Loving Reaper: Hiraeth – Und wir bleiben zurück und bereits beim Pre-Sale auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse wurde klar, dass die Fans die neuen Tiergeschichten voll Liebe und Wehmut schon sehnlichst erwartet haben.

Fast neun Millionen verschiedene Tierarten leben auf unserem Planeten. Tiere, die laufen, krabbeln, fliegen, schwimmen und die alle auf die eine oder andere Weise unser tägliches Leben bereichern. Sei es der morgendliche Spaziergang mit dem Hund, die erste Begegnung mit einem Fuchs im Wald oder die wohlige Wärme einer verschmusten Katze auf dem heimeligen Sofa. Unser Leben ist geprägt durch den Austausch mit unseren tierischen Begleitern, egal ob es sich um Haus- oder Wildtiere handelt. Das Paradoxe daran ist, dass unser Verhältnis zu Tieren gleichzeitig von überbordender Liebe und unvorstellbarer Grausamkeit geprägt ist. Jenny Jinya zeigt in ihren Comics die Vielfalt und Schönheit der Tierwelt, prangert aber gleichzeitig menschliches Fehlverhalten gegenüber Tieren an.

In dem 230 Seiten starken, wunderschön aufgemachten Loving Reaper-Band mit dem Untertitel Die Seelen, die uns brauchten, versammelt Jenny Jinya verschiedene Kurzgeschichten, die sich mit dem Schicksal von Haustieren, die verlassen und verstoßen, von Wildtieren, die für Experimente missbraucht oder von Menschen in anderer Art gequält wurden beschäftigen, sowie dem Schicksal, das manchen Tieren in einer enger werdenden, verschmutzten Welt widerfährt. Am Ende nimmt sich der Loving Reaper, ein Sensenmann mit viel Gefühl und Herz, der armen Seelen an und nimmt sie in ein anderes Dasein ohne Schmerz und Leid mit. Die Geschichten berühren auf herzzerreißende Art und sind dazu geeignet hemmungslose Heulanfälle auszulösen – aber gerade dadurch geben sie Hoffnung, denn jede vergossene Träne ist ein Beweis dafür, dass wir noch Menschlichkeit in uns tragen und es nicht zu spät ist, einen anderen Weg einzuschlagen.

Hiraeth“, der Untertitel des zweiten Loving Reaper-Bandes, steht für etwas, das einmal war, aber nun nicht mehr ist – und uns sehr fehlt. Das walisische Wort beschreibt eine tiefe Sehnsucht nach einem Ort, einer Person, einem Zuhause oder einer Zeit, die unwiederbringlich verloren sind. Eine unerreichbare Nostalgie … Was würden wir nicht alles geben, um diese Stimme, dieses Knarren, dieses Schnurren noch einmal zu hören oder diese Wärme noch einmal zu spüren – all das, was uns endgültig verloren gegangen ist. Besonders trifft dieses Gefühl natürlich in Bezug auf unsere geliebten und verlorenen Haustiere zu. Dies ist aber nur ein Thema, das in dem Band behandelt wird. Philosophisch und hin und wieder mit einem Augenzwinkern betrachtet Jenny Jinya das schwierige Verhältnis, das die personifizierten Tod und Leben zueinander haben, die sich nicht immer verstehen und doch nicht ohne einander existieren können. Und natürlich klärt sie weiter über Missstände im Verhalten von Menschen gegenüber Tieren auf.

„Seit meiner Kindheit versuche ich mich für Tiere einzusetzen“, sagt Jenny Jinya. „Früher habe ich verletzte Vögel und Igel eingesammelt, später habe ich versucht mich im Internet nützlich zu machen. Es hat mich da schon immer hingezogen, aber es ist frustrierend. Die Politik macht nicht viel und die meisten Menschen interessiert es nicht besonders. Aber Grausamkeit gegenüber Tieren passiert überall auf der Welt, jede Sekunde, tun Menschen so unfassbar schreckliche Dinge.“ Die Initialzündung für ihre Comics hatte sie als Studentin beim Lesen eines Artikels, in dem stand wie viele Haustiere jedes Jahr ausgesetzt werden und elendig erfrieren oder verhungern – Tiere, die keinen einzigen Tag in ihren kurzen Leben glücklich sein durften. Da, erklärt sie, wurde der Loving Reaper geboren, denn „wenn das Leben für so viele Tiere die Hölle ist, sollte hoffentlich wenigstens der Tod nett zu Ihnen sein.“

Jenny Jinya hat einen eigenen Zeichenstil entwickelt, der unter anderem von asiatischer Zeichenkunst beeinflusst wurde und bei Manga-Fans ebenso gut ankommt wie bei FreundInnen westlicher Comics.

Aktuelle Signiertermine mit Jenny Jinya:

– 17. April 2026 (15 – 17 Uhr) comixart Bamberg, Austraße 21, 96047 Bamberg

– 18. April 2026 (13 – 15 Uhr) comixart Bayreuth, Hohenzollernring 21, 95444 Bayreuth

Presse-Infos und Bildmaterial

  • Rezensionsexemplare bestellen Sie bitte per Mail bei steffen.volkmer@panini.de
  • Dieser Text ist zur Nutzung frei
  • Die Abb. sind zur journalistischen Nutzung mit Titel- und Verlagsnennung, sowie (sofern angegeben) dem (c) zum Abdruck frei
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Steffen Volkmer
PR Zeitschriften, Comics und Bücher
+49 (0)711-94768-824
Steffen.Volkmer@panini.de
www.paninicomics.de
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