WM-Check mit Panini-Geschäftsführer Hermann Paul

Herr Paul, Sie sind jetzt seit fast genau fünf Jahren Geschäftsführer von Panini in Stuttgart und bestreiten Ihre zweite WM. Mit welchen Erwartungen gehen Sie ins Turnier?
Hermann Paul: Wir sind schon prima warmgespielt und fiebern dem Turnierstart entgegen. Dabei sind wir im positiven Sinne mindestens genauso nervös wie die Spieler. Zwar kennen wir unsere Klebebildchen-Kader schon, während sich die Kicker noch mächtig ins Zeug legen müssen, um ein WM-Ticket zu ergattern. Doch wir sind immer wieder aufs Neue gespannt, ob unser Klassiker, das Sammelalbum, immer noch Kult ist bei den Fans.

Was stimmt Sie optimistisch, dass die WM zum Erfolg wird?
Hermann Paul: Panini-Bilder sind Klassiker aus dem echten Leben, das erklärt vielleicht den enormen Erfolg auch in Zeiten von Instagram und Co. Man reißt die Päckchen auf, verspürt Vorfreude und ist gespannt, ob die fehlenden Bildchen dabei sind. Und man sammelt und tauscht mit alten Freunden und neuen Bekannten in geselliger Runde. Was für die Fußballer der WM-Pokal ist, ist für die Fans das volle Panini-Album. Auch das Album ist eine echte Trophäe. Im Freundeskreis habe ich immer wieder gesehen: Das Sammelalbum ist der Second Screen beim gemeinsamen Fußballschauen, das Smartphone bleibt erstaunlich lange in der Tasche. Manche nutzen es, um ihre Bildchenbestände per App zu dokumentieren.

Sammeln Sie eigentlich auch selbst Panini-Bildchen?
Hermann Paul: Als Vater von vier Kindern war immer irgendein Panini-Album auf dem Küchentisch. Meine jüngste Tochter ist noch nicht erwachsen, daher bin ich auch jetzt noch mittendrin im Geschehen. Und im Büro reiße ich natürlich sofort ein paar Tüten auf, wenn die Ware hier das erste Mal bei mir eintrifft. Ich will mit eigenen Augen sehen, dass die Qualität stimmt, dass alles Hand und Fuß hat.

Muss man fast schon selbst eine kindliche Ader haben, wenn man bei Panini arbeitet?
Hermann Paul: Das hilft auf jeden Fall! Wir können von Kindern eine Menge lernen. Mich persönlich faszinieren der Wissensdrang und die Aufgeschlossenheit von Kindern gegenüber Neuem, ihr Mut zur Veränderung, ihre Dynamik und Kreativität. All diese Tugenden und Eigenschaften versuchen wir auch bei Panini zu leben.

Kurzbiografie Hermann Paul
Hermann Paul kam 2007 als Geschäftsführer der türkischen Tochtergesellschaft zu Panini. Im April 2013 wechselte der Diplom-Volkswirt in gleicher Position zu Panini nach Stuttgart. Dort verantwortet er das Geschäft für den deutschen und österreichischen Markt. Vor seinen beiden Stationen bei Panini war der vierfache Familienvater von 1997 an als Geschäftsführer International beim Vogel Verlag in Würzburg tätig, von wo er die Auslandsgesellschaften in Süd- und Osteuropa sowie Asien betreute. 1992 trat der gebürtige Heidelberger seine erste Position im Ausland an – als Leiter Finanzen des Pharmaunternehmens Grünthal S.A. in Kolumbien. Mitte der 80er Jahre führte ihn sein beruflicher Weg erstmals zu einem Verlag, damals als Leiter Finanzen beim Computerfachverlag Markt & Technik in München. Seine ersten Karriereschritte machte Paul nach dem Studium vier Jahre lang bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Peat, Marwick, Mitchell, der heutigen KPMG.

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Interview Hermann Paul 2018 FIFA World Cup Russia
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