Blick hinter die Klebekulissen

Herzstück Fifimatic: Das Produktions- und Mischverfahren von Panini im Werk Modena in Italien

Stuttgart, 19. März 2018 – Fair Play gilt nicht nur auf dem Rasen. Auch im Panini-Werk in Modena, Italien, geht alles mit (ge-)rechten Dingen zu. Für Mythen-Liebhaber mag das ein herber Schlag sein, für alle anderen dagegen eine frohe Botschaft.

Mythen sind im Allgemeinen sehr langlebig. Daher fragen manche wohl auch künftig: „Werden von allen Bildern wirklich gleich viele gedruckt?“ Das Produktions- und Mischverfahren für die Sammelbilder lässt jedoch keinen Raum für solche Spekulationen.

Zunächst werfen die Panini-Grafiker einen prüfenden Blick auf die Bildqualität der von den Verbänden zugelieferten oder selbst fotografierten Porträts der Starkicker und machen damit den Weg frei für den Druck. Bis zu 6.000 Bögen rauschen pro Stunde durch die Druckanlage. Jeder Bogen wird gleich oft gedruckt. Und der Klebstoff? Der ist in die mehr als ein Quadratmeter großen Bögen schon eingearbeitet.

Wo aber bliebe der Sammelspaß, wenn alle Bilder auf einen Rutsch aus der Tüte fallen würden? Wohl auf der Strecke. Daher kommen die Bögen nach dem Druck unters Messer, werden anschließend maschinell zu Stapeln zusammengepresst, haften dadurch aneinander und lassen sich millimetergenau schneiden. Für Einzelbilder ist es allerdings noch zu früh. Denn zunächst wird gemischt, was die Maschine hergibt – und das geht am besten mit Bögen im A4-Format. Ein Greifarm zieht einen Bogen nach dem anderen aus dem Stapel und legt ihn auf ein Förderband. So setzen die Bilder ihre Reise fort, an Schnittstellen kommen weitere Bögen dazu. Daraus schneidet eine Maschine nun die Einzelbilder.

Für die richtige Mischung sorgt die Fifimatic, eine komplexe, 1964 von Umberto Panini entwickelte Anlage mit mehreren Magazinen, die mit Einzelstickern gefüllt sind. Auf einem Fließband fahren die Bildchen einzeln darunter hindurch. Passiert ein Sticker ein Magazin, hat die Maschine schon einen weiteren bereitgelegt und beide fahren gemeinsam weiter. Im Verlauf der Produktionsstrecke kommen jeweils noch drei weitere Klebebildchen auf den kleinen Fünferstapel hinzu. In der Produktion in Modena stehen 25 dieser Anlagen.
„Drei Faktoren sind entscheidend, dass keine Doppelten im Tütchen landen. Erstens die Anordnung der Bilder auf dem Druckbogen. Zweitens die spezielle Mischung geschnittener A4-Bögen. Und drittens die Zusortierung von fünf Einzelbildern in ein Tütchen mit der Fifimatic“, fasst Giuseppe Tagliavini, Produktionsleiter und technischer Direktor der Panini-Gruppe zusammen.

Auch der letzte Schritt – das Verpacken – ist automatisiert: Das Fließband bringt die Bildchen direkt zu Endlospapierrollen. Jeweils zwei Papierstränge verlaufen übereinander und umschließen die Fünferstapel, die direkt dazwischen geschoben werden. Das Papier wird maschinell verklebt und in kleine Päckchen geschnitten. Jeweils 50 oder wie bei einer WM 100 Päckchen finden in einer Schachtel Platz. Jetzt trennt die Sammler nur noch ein logistischer Schritt vom Tütchen aufreißen, Bilder einkleben und tauschen: der Versand in weltweit mehr als 130 Länder.

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Panini Produktionsverfahren 2018 FIFA World Cup Russia
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